

Dressur-EM: Werth verpasst Titel im Special
Einen Tag nach dem Triumph mit der deutschen Mannschaft hat Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth ihren 23. Europameistertitel verpasst. Im französischen Bergstädtchen Crozet belegte Werth mit Spitzenpferd Wendy beim Premierensieg des Belgiers Justin Verboomen und Zonik Plus nur den dritten Platz. Werth wartet seit 2019 in Rotterdam auf den Sieg in einer Einzelprüfung bei der EM. Silber gewann Cathrine Laudrup-Dufour (Dänemark) mit Freestyle.
Im Grand Prix hatte Werth zwar Deutschland mit einer guten Leistung zum 26. Mannschaftstitel geführt, sich in der Gesamtwertung allerdings etwas überraschend bereits hinter Laudrup-Dufour eingeordnet. Die Überraschung des Tages lieferte neben dem bärenstarken Europameister Verboomen (82,371 Prozent) die deutsche EM-Debütantin Katharina Hemmer. Sie legte mit Denoix einen grandiosen Ritt und eine persönlichen Bestleistung von 78,678 Prozent hin und wurde Vierte.
"Ich bin so begeistert. Das gibt es nicht oft, dass man einen Ritt aktiv genießen kann", sagte die überglückliche Hemmer anschließend: "Nicht nur die Punkte, auch das Gefühl war heute 'personal best'." Unter anderem Weltmeisterin Charlotte Fry und Glamourdale ließ Hemmer deutlich hinter sich.
Team-Olympiasieger Frederic Wandres belegte mit Bluetooth den siebten Rang, auch Ingrid Klimke zeigte nach dem verpatzten Grand Prix eine deutlich gesteigerte Leistung. mit Vayron wurde sie 16., verritt sich dabei jedoch einmal, was ein besseres Ergebnis verhinderte. Den Abschluss der Wettkämpfe bildet die Kür am Sonntag (11.30 Uhr), dort wird der dritte und letzte Medaillensatz vergeben.
M.Durand--JdCdC