Journal du Club des Cordeliers - Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr

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Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr
Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte. 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen, die endgültige Wahlbeteiligung lag damals bei 70,8 Prozent.

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Zwar fand die Landtagswahl vor fünf Jahren parallel zur Bundestagswahl statt, weshalb die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind. Auch bei der Landtagswahl 2016 hatte die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr aber nur bei 32,8 Prozent gelegen.

Umfragen sehen in Mecklenburg-Vorpommern ein enges Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus. Beide Parteien lagen zuletzt nur wenige Prozentpunkte auseinander. Die SPD erreichte in den Umfragen 33 bis 37 Prozent. In einer der jüngsten Umfragen setzte sie sich vor die AfD, die ansonsten vorn lag. Die AfD könnte den Befragungen zufolge ihr Ergebnis im Vergleich zu 2021 auf 36 bis 38 Prozent verdoppeln.

Die SPD regiert in dem Bundesland im Nordosten seit 28 Jahren mit wechselnden Koalitionspartnern, seit 2021 gemeinsam mit der Linken. Für eine Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses könnte es aber nicht mehr reichen.

Denkbar wäre eine rot-rot-grüne Mehrheit, sofern es die Grünen ins Parlament schaffen. Für sie ist die Wahl mit fünf Prozent in den Umfragen eine Zitterpartie. Mit der AfD will in Schwerin keine Partei koalieren. Der CDU droht laut Umfragen ein einstelliges Ergebnis von sechs bis sieben Prozent. Die Linkspartei könnte ihr Ergebnis von 2021 mit neun bis zehn Prozent in etwa halten.

Das BSW lag in den Erhebungen mit drei bis vier Prozent unter der Fünfprozentmarke. Damit ist offen, ob die Partei erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird. Die FDP droht den Wiedereinzug ins Landesparlament den Umfragen zufolge mit weniger als drei Prozent zu verpassen.

Zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Der Wahlausgang in beiden Bundesländern könnte Auswirkungen auch auf die Bundespolitik haben. Noch am Sonntagabend wollte in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammenkommen.

L.Louis--JdCdC