Merz zu mehrtägiger Asienreise gestartet - Steinmeier reist parallel nach China
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Montag zu einer mehrtägigen Asienreise aufgebrochen. Bis Ende der Woche wird der Kanzler Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Reise dient nach Regierungsangaben insbesondere der Vertiefung der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den asiatischen Staaten. Sie fällt zeitlich zusammen mit einem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in China.
Am Dienstag wird Merz in Singapur unter anderem Regierungschef Lawrence Wong treffen. Im Rahmen der sogenannten Singapore Lecture wird er in dem Stadtstaat eine Rede halten. In Japan wird der Kanzler am Mittwoch von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi empfangen. Zudem nimmt er unter anderem an einem deutsch-japanischen Wirtschaftstreffen teil.
Den Abschluss der Reise bildet ab Donnerstag Südkorea. In Seoul wird der Bundeskanzler Präsident Lee Jae Myung treffen. Zudem wird er am Freitag die 19. Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eröffnen. Auch ein Besuch der demilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea ist geplant.
Die Asien-Reise des Kanzlers zeige, dass die Bundesregierung "sehr systematisch und strategisch die Partnerschaft mit den Staaten des Indopazifik" ausbaue, hieß es aus Regierungskreisen. Der parallel stattfindende China-Besuch des Bundespräsidenten werde "mutmaßlich auch stark dadurch geprägt sein, dass er stattfindet zu einem Moment, zu dem Deutschland seine China-Politik neu austariert". Die Gestaltung der Beziehungen zu China sei "eine Daueraufgabe". Dazu gehöre auch, "dass es Staatsbesuche gibt".
B.Boyer--JdCdC