Matthäus über Infantino: "Nicht mehr mein Fußball"
Auch Lothar Matthäus hat nur Kopfschütteln für das jüngste Vorgehen von Gianni Infantino übrig - auch wenn er den FIFA-Präsidenten nicht vollends in den Senkel stellen will. "Man darf nicht vergessen, dass Infantino auch einiges richtig gemacht hat in der Vergangenheit, auch wenn es bei ihm immer ums Geld geht, war nicht alles verkehrt in seiner Amtszeit", schrieb Matthäus (65) in seiner Kolumne für skysport.de, fügte aber schnell an: "Aber jetzt hat er es übertrieben. Er ist schlecht beraten worden oder hat sich gar nicht beraten lassen."
Infantino hatte versucht, Anteile an der Fußball-WM und an anderen FIFA-Turnieren an Investoren zu verkaufen. Nach massiver Kritik gab er das weitgehend im Alleingang gestartete Vorhaben auf. "Er hat für seine Pläne einen der falschesten Zeitpunkte ever gewählt und zum anderen gibt es für mich kaum etwas Unsinnigeres als diese Idee", so Matthäus.
Der Rekordnationalspieler war nicht zum ersten Mal enttäuscht von Infantino. "Das ist ähnlich wie die zurückgenommene Rote Karte bei der WM gegen Folarin Balogun und das ist nicht mehr mein Fußball. Infantino bekommt wahrscheinlich jetzt seine Quittung und das, was sich viele seiner Gegner gewünscht haben", schrieb er.
L.Leroux--JdCdC