Letzte Nachrichten
Rheinland-pfälzisches Dorf ist kleinste Gemeinde Deutschlands
Mit gerade einmal neun Einwohnern ist Dierfeld im rheinland-pfälzischen Landkreis Bernkastel-Wittlich die kleinste Gemeinde Deutschlands. Sieben Männer und zwei Frauen wohnten Ende 2021 in dem Dorf in der Vulkaneifel, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die Gemeinde erstreckt sich auf 1,55 Quadratkilometer, die Bevölkerungsdichte lag dadurch bei weniger als sechs Menschen pro Quadratkilometer.
"Mahner" Flick blickt optimistisch Richtung WM
Hansi Flick hob nach dem wilden Nations-League-Abschluss in England mahnend den Zeigefinger, doch mit Blick auf die WM wollte der Bundestrainer mit seinen Nationalspielern nicht zu streng sein. "Ich bin eher ein Trainer, der die Spieler lieber einen Kopf größer macht. Das bringt am Ende vielleicht den einen oder anderen Sieg mehr", sagte Flick nach dem 3:3 (0:0) im Fußball-Tempel Wembley.
Umfrage: Fast jeder zweite Vollzeitbeschäftigte würde gern Teilzeit arbeiten
Viele Berufstätige in Deutschland würden gern weniger arbeiten. Laut einer Umfrage für die Versicherung HDI würde jeder zweite (48 Prozent) Vollzeitbeschäftigte gern Teilzeit arbeiten, wenn er dazu vom Arbeitgeber die Möglichkeit bekäme. Vor allem Beschäftigte unter 40 Jahren wünschen sich demnach eine kürzere Arbeitszeit. Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) plädierten für die Vier-Tage-Woche - dafür auf Geld zu verzichten würden aber nur 14 Prozent der Befragten.
Dänemark und Schweden: Auch Nord Stream 1 von Lecks betroffen
Die dänischen und schwedischen Behörden haben bestätigt, dass auch aus der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 Gas austritt. Es gebe zwei Lecks in der Gasleitung, hieß es am Dienstagmorgen von offizieller Seite aus Kopenhagen und Stockholm. Wie auch Nord Stream 2 sei Nord Stream 1 nicht in Betrieb, dennoch befinde sich Gas in der Leitung, das nun austrete. Dänemark erhöhte infolge der Lecks die Sicherheitsstufe zur Überwachung seiner Energieinfrastruktur.
In Deutschland leben erstmals mehr als 84 Millionen Menschen
In Deutschland leben erstmals mehr als 84 Millionen Menschen. Ende Juni wohnten hierzulande 843.000 Menschen mehr als zum Jahresende 2021, das entsprach einem Bevölkerungswachstum von einem Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Hauptgrund war der Zuzug geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer infolge des russischen Angriffskriegs.
Faeser wirft Merz "Stimmungsmache" gegen Flüchtlinge aus Ukrainer vor
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat CDU-Chef Friedrich Merz wegen des Vorwurfs von "Sozialtourismus" bei ukrainischen Flüchtlingen kritisiert. "Stimmungsmache auf dem Rücken ukrainischer Frauen und Kinder, die vor Putins Bomben und Panzern geflohen sind, ist schäbig", schrieb Faeser am Dienstagmorgen im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Sozialtourismus" sei 2013 "Unwort des Jahres" gewesen. Es sei "auch 2022 jedes Demokraten unwürdig".
Mehrere Verletzte bei Unfall zwischen Lkw und Bahn auf Usedom
Beim Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und einem Zug auf der Insel Usedom sind mindestens zwei Menschen schwer und sieben leicht verletzt worden. Der Lkw-Fahrer wollte am Dienstagmorgen bei Koserow einen Bahnübergang bei geschlossener Halbschranke überqueren und kollidierte daraufhin mit der Bäderbahn, wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte. Der Zug entgleiste.
FDP-Politiker Kuhle ruft SPD zu Abkehr von anlassloser Vorratsdatenspeicherung auf
Vor dem Treffen der Justiz- und Innenminister von Bund und Ländern hat der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, den Koalitionspartner SPD zur endgültigen Abkehr von der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung aufgerufen. Der Gesetzgeber sei mit der Vorratsdatenspeicherung "mehrfach auf die Nase gefallen und immer und immer wieder gescheitert vor Gericht", sagte Kuhle am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir sollten jetzt mal was machen, was klappt", fügte der FDP-Politiker hinzu.
Ostdeutsche Beschäftigte profitieren besonders von Mindestlohnerhöhung
Beschäftigte in Ostdeutschland profitieren einer Studie zufolge besonders von der anstehenden Mindestlohnerhöhung. In den ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin verdienen derzeit mehr als 29 Prozent der Beschäftigten, die Anspruch auf Mindestlohn haben, weniger als zwölf Euro die Stunde, wie eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergab. In Westdeutschland inklusive Berlin sind es demnach 16,1 Prozent.
Ifo-Umfrage: Exporterwartungen der Unternehmen im September weiter gesunken
Die Stimmung in den deutschen Exportunternehmen hat sich laut Umfrage des Ifo im September weiter verschlechtert. Der Index des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts sank von minus 2,8 Punkten im August auf minus 6,0 Punkte im September und damit auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020, wie das Ifo am Dienstag mitteilte. "Zuwächse beim Export sind gegenwärtig nicht in Sicht", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
Fischer bleibt Präsident von Eintracht Frankfurt
Mit großer Mehrheit ist der seit 2000 amtierende Peter Fischer als Präsident von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt bestätigt worden. Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend erhielt der 66 Jahre alte Unternehmer 420 Ja-Stimmen, bei 106 Nein-Stimmen gab es außerdem 99 Enthaltungen.
Berühmte Ski-Bergsteigerin Nelson im Himalaya vermisst
2012 bezwang sie als erste Frau innerhalb von 24 Stunden den Mount Everest und dessen Nachbarberg Lhotse, 2018 trug sie sich mit der ersten Skiabfahrt vom Lhotse in die Geschichtsbücher ein - nun wird Ski-Bergsteigerin Hilaree Nelson (USA) im Himalaya vermisst. Die 49-Jährige habe am Montag bei der Abfahrt vom Manaslu, dem achthöchsten Berg der Welt, kurz nach dem Gipfel einen Unfall gehabt, bestätigte ein Sprecher der Tour-Organisation Shangri-La Nepal Treks der französischen Nachrichtenagentur AFP.
Staatsbegräbnis für Japans ermordeten Ex-Regierungschef Abe in Tokio begonnen
In Japan hat am Dienstag das Staatsbegräbnis für den ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe begonnen. Abes Witwe Akie, die in einen schwarzen Kimono gekleidet war, trug die Asche ihres Mannes in die Budokan-Halle in Tokio. In dem Gebäude in der japanischen Hauptstadt, das üblicherweise für Sportveranstaltungen und Konzerte genutzt wird, waren tausende Trauernde versammelt. Zu Abes Ehren wurden 19 Salutschüsse abgegeben.
Brawn: Schumachers Zukunft "extrem wichtig" für die Formel 1
Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn sieht die Personalie Mick Schumacher (23) als wegweisend für die Zukunft der Rennserie in Deutschland an. Es sei "extrem wichtig, dass Mick Schumacher weiter Karriere in der Formel 1 macht. So faszinierend und wichtig die Technik in der Formel 1 auch ist: Die Kids hängen sich Poster der Helden hinterm Steuer in ihr Zimmer", sagte der frühere Ingenieur von Micks Vater Michael Schumacher bei Sport1.
CR7 ist der einflussreichste WM-Star auf Instagram
Der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo (37) ist auf Instagram der einflussreichste Spieler, der an der WM-Endrunde in Katar (20. November bis 18. Dezember) teilnehmen wird. Das gab das Marktforschungsunternehmen Nielsen bekannt.
Musiala-"Fan" Hoeneß: Bayern-Youngster "muss gesetzt sein"
Uli Hoeneß hat sich als "großer Fan" von Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala geoutet und mehr Einsatzzeiten für den Youngster in der DFB-Auswahl und bei dessen Klub gefordert. "Wenn er so spielt, muss er beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft gesetzt sein", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters nach dem 3:3 (0:0) der DFB-Elf in der Nations League gegen England bei RTL.
Buckingham-Palast gibt offizielles Monogram von König Charles III. bekannt
Eine Woche nach der Beerdigung von Queen Elizabeth II. hat der Buckingham-Palast das offizielle Monogramm des neuen britischen Königs Charles III. bekanntgegeben. Das königliche Monogramm, das im Vereinigten Königreich unter anderem auf Regierungsgebäuden, Briefkästen und staatlichen Dokumenten zu sehen ist, lautet CIIIR - C steht für Charles, III für die römische Zahl drei und R für Rex, das lateinische Wort für König.
Prozess gegen US-Milizen-Gründer wegen "aufrührerischer Verschwörung" bei Kapitol-Sturm
In der US-Hauptstadt Washington beginnt am Dienstag (09.30 Uhr Ortszeit; 15.30 Uhr MESZ) der Prozess gegen den Gründer und Anführer der bekannten rechtsextremen Miliz Oath Keepers, Stewart Rhodes, wegen der Kapitol-Erstürmung Anfang 2021. Rhodes und vier weitere angeklagte Mitglieder der Gruppierung müssen sich vor einem Bundesgericht wegen "aufrührerischer Verschwörung" verantworten. Es ist der erste Prozess zum Sturm auf das US-Kapitol vom 6. Januar 2021 mit diesem Anklagepunkt, auf den bis zu 20 Jahre Haft stehen.
Japan ehrt Ex-Regierungschef Shinzo Abe mit Staatsbegräbnis
Japan ehrt am Dienstag den ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe mit einem Staatsbegräbnis. Die Zeremonie soll unter großen Sicherheitsvorkehrungen in der Halle Nippon Budokan in der Hauptstadt Tokio stattfinden, in der häufig Sportwettbewerbe oder Konzerte veranstaltet werden. Zu dem Staatsbegräbnis sind auch Staats- und Regierungschefs aus dem Ausland eingeladen.
Weil und Althusmann treffen bei Fernsehduell vor Niedersachsen-Wahl aufeinander
Gut eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen treffen am Dienstag (21.00 Uhr) die Spitzenkandidaten von SPD und CDU zum Fernsehduell aufeinander. Das Streitgespräch zwischen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und seinem Herausforderer, Vizeregierungschef und Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) findet in Hildesheim statt wird vom Norddeutschen Rundfunk live ausgestrahlt. In Niedersachsen wird am Sonntag kommender Woche gewählt. Seit 2017 regieren SPD und CDU dort in einer Koalition.
Letzter Tag der "Referenden" in russisch kontrollierten Gebieten der Ukraine
In vier russisch kontrollierten Gebieten der Ukraine enden am Dienstag die sogenannten Referenden zur Annexion durch Russland. Am letzten Tag der Abstimmung in den Separatistengebieten Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass sowie den südukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja sollen dann auch die Wahllokale geöffnet werden. Bislang gingen pro-russische Behördenvertreter von Tür zu Tür, um Stimmen einzusammeln.
Zukunftskommission Landwirtschaft setzt Arbeit fort
Die Zukunftskommission Landwirtschaft macht weiter. Alte und neue Mitglieder des Gremiums kommen am Dienstag (13.00 Uhr) auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) zu ihrer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen. Die Kommission soll eine beratende Funktion haben.
Tausende erinnern an Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko vor acht Jahren
Acht Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko haben tausende Menschen in Mexiko-Stadt Gerechtigkeit gefordert. Die Demonstranten schlossen sich am Montag einem Protestzug von Angehörigen durch das Zentrum der mexikanischen Hauptstadt an. Einige hatten Plakate mit der Aufschrift "Es war die Armee" dabei. "Wir fordern, dass gegen das Militär ermittelt wird, dass es bestraft wird", sagte Blanca Nava, die Mutter eines Vermissten.
Nasa-Sonde rast bei spektakulärem Experiment in einen Asteroiden
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erstmals absichtlich ein Raumfahrzeug in einen Asteroiden fliegen lassen, um dessen Flugbahn zu verändern. Die Nasa-Sonde Dart raste bei dem spektakulären Experiment in der Nacht zum Dienstag mit mehr als 20.000 Stundenkilometern in den Asteroidenmond Dimorphos, wie auf Live-Bildern zu sehen war. "Aufprall bestätigt für die weltweit erste Testmission zur planetaren Verteidigung", verkündete die Nasa.
Putin verleiht Edward Snowden die russische Staatsbürgerschaft
Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden die russische Staatsbürgerschaft verliehen. In einem am Montag auf der Website der russischen Regierung veröffentlichten Dekret steht Snowdens Name neben dutzenden anderen Namen in einer Liste neuer russischen Staatsbürger. Snowden selbst schrieb im Onlinedienst Twitter, nach fast zehn Jahren im Exil brauche seine Familie "ein bisschen Stabilität".
Starker Druckabfall in beiden Nord Stream Gaspipelines
In den beiden deutsch-russischen Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 ist es am Montag zu einem starken Druckabfall gekommen. Während an der fertiggestellten, aber wegen des Angriffs auf die Ukraine nicht in Betrieb genommenen Pipeline Nord Stream 2 ein Gasleck festgestellt wurde, waren die Gründe für den Druckabfall in beiden Strängen von Nord Stream 1 am Abend noch nicht bekannt, wie die Betreiberfirma Nord Stream mitteilte.
Nations League: EM-Champion Italien gewinnt DFB-Gruppe
Fußball-Europameister Italien hat sich in der Nations League den Sieg in Deutschlands Gruppe A3 gesichert und damit als dritte Mannschaft für die Endrunde der vier Gruppengewinner qualifiziert. Die Squadra Azzurra gewann das Gruppenendspiel bei Deutschlands Bezwinger Ungarn 2:0 (1:0) und fing die Magyaren noch ab.
Nations League: Europameister Italien fängt Ungarn noch ab
Fußball-Europameister Italien hat sich in der Nations League den Sieg in Deutschlands Gruppe A3 und damit die Teilnahme am Finalturnier im kommenden Sommer gesichert. Die Squadra Azzurra gewann am letzten Vorrundenspieltag das Gruppenfinale beim bisherigen Tabellenführer Ungarn mit 2:0 (1:0).
WM-Sorgen bleiben: Flick-Elf verspielt Prestigesieg
Die Sorgen bleiben groß, die Zeit wird knapp: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zwei Monate vor der WM in Katar weit von der erhofften Titelform entfernt. Im Klassiker von Wembley gegen England gab die DFB-Auswahl im letzten Härtetest vor dem Turnier eine 2:0-Führung aus der Hand und kam nur zu einem 3:3 (0:0), Bundestrainer Hansi Flick hat noch jede Menge Arbeit.
Nach Eklat: Carlsen wirft Niemann erstmals Betrug vor
Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hat erstmals nach der aufsehenerregenden nächsten Runde im Streit mit dem US-Teenager Hans Niemann konkrete Betrugsvorwürfe geäußert. "Ich glaube, dass Niemann mehr - auch in letzter Zeit - betrogen hat, als er öffentlich zugegeben hat", schrieb der Norweger in einem Offenen Brief am Montag auf Twitter.
NGO: Mindestens 76 Todesopfer bei Protesten im Iran
Beim harten Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten im Iran sind nach Angaben der in Oslo ansässige NGO Iran Human Rights (IHR) mindestens 76 Menschen getötet worden. Von der Organisation erlangte Videoaufnahmen und Sterbeurkunden zufolge werde "scharfe Munition direkt auf Protestierende abgefeuert", erklärte IHR-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam am Montag. Trotz hunderter Festnahmen und massiver Drohungen seitens der Regierung reißen die Proteste im Iran nach dem Tod der jungen Mahsa Amini nicht ab.
Erdogan wirft Griechenland "Provokationen" auf Ägäis-Inseln vor
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Griechenland nach der angeblichen Militarisierung zweier Ägäis-Inseln nahe der türkischen Küste "Provokationen" und "gefährliche Spiele" vorgeworfen. "Griechenland kann nicht unser Gesprächspartner sein, weder politisch noch militärisch oder wirtschaftlich", sagte Erdogan am Montag. Ankara forderte Athen auf, "die Verstöße einzustellen" und den nicht-militärischen Status der Inseln zu respektieren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Athen wies die Vorwürfe als "völlig unbegründet" zurück, wie es aus diplomatischen Kreisen hieß.