Letzte Nachrichten
Umfrage: Gewalttaten gegen Lehrer weiter auf hohem Niveau
An vielen Schulen in Deutschland sind Lehrer in den vergangenen Jahren beschimpft und beleidigt, gemobbt oder gar körperlich angegriffen worden. Zu dieser Einschätzung kommt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in einem Bericht, der am Freitag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden mehr als 1300 Schulleiterinnen und Schulleiter befragt.
Exporte nach Russland im September fast 53 Prozent niedriger
Die deutschen Exporte sind im September insgesamt um gut 20 Prozent im Jahresvergleich gestiegen - die Ausfuhren nach Russland hingegen nahmen wegen des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen in dem Zeitraum um fast 53 Prozent deutlich ab. Wie das Statistikamt in Wiesbaden am Freitag weiter mitteilte, betrugen die Ausfuhren nach Russland nur noch 1,1 Milliarden Euro.
Bundesverfassungsgericht lässt Sorgerechtsentzug nach vermuteter Kindesmisshandlung bestehen
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde eines Elternpaars nicht zur Entscheidung angenommen, dem wegen vermuteter Kindesmisshandlung das Sorgerecht entzogen wurde. Eine mögliche Verletzung des Elternrechts oder des Rechts auf rechtliches Gehör werde nicht dargelegt, erklärte das Gericht am Freitag in Karlsruhe. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, den Jungen aus der Familie zu nehmen, sei nachvollziehbar begründet. (Az. 1 BvR 1807/20)
Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine WM-Spiele schauen
Eine Mehrheit der Deutschen will keine Spiele der Fußball-WM in Katar schauen. 56 Prozent der Befragten gaben bei einer repräsentativen Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag der Sportschau an, sich in den kommenden Wochen "keine Spiele" ansehen zu wollen. Weitere 15 Prozent wollen "weniger Spiele" schauen, nur 18 Prozent "genauso viele" wie vorher.
Hitzige Debatte im Bundestag vor Abstimmung über Atom-Laufzeitverlängerung
Vor der abschließenden Abstimmung im Bundestag über die geplante Laufzeitverlängerung dreier deutscher Atomkraftwerke bis Mitte April haben sich die Abgeordneten im Bundestag eine hitzige Debatte geliefert. Vertreter der Grünen machten am Freitag deutlich, dass die Partei sich mit der auf wenige Monate begrenzte Laufzeitverlängerung schwer tue - dass am Atomausstieg aber nicht gerüttelt werde. CDU/CSU, AfD und auch Vertreter der Ampelpartei FDP sprachen sich hingegen für einen längerfristigen oder dauerhaften Weiterbetrieb der Kernkraftwerke aus.
Rettungsschiff "Ocean Viking" legt im französischen Toulon an
Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat mit 230 Migranten an Bord das südfranzösische Toulon erreicht. Wie die französischen Behörden mitteilten, legte das Schiff der Hilfsorganisation SOS Méditerranée am Freitagmorgen im Militärhafen von Toulon an. Die ersten Flüchtlinge durften umgehend an Land gehen.
Blatter für WM-Ausschluss des Iran
Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (86) hat wegen der anhaltenden Unterdrückung von Frauen ein WM-Aus des Iran gefordert. "Man sollte den Iran von der WM ausschließen", sagte der Schweizer am Donnerstagabend im Rahmen eines Denkwerkstatt-Talks in Zürich. Russland dürfe schließlich als Folge des Krieges gegen die Ukraine auch nicht teilnehmen.
Schumacher zu Ecclestone: "Werde Formel 1 nicht vergessen"
Mick Schumacher misst den Kommentaren des früheren Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone über seine ungeklärte Zukunft keine größere Bedeutung zu. "Jeder hat immer irgendeine Meinung, so ist das eben", sagte Schumacher vor dem Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 19.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) - Ecclestone hatte ihm aus der Ferne geraten, die Königsklasse zu "vergessen".
Morgan ruft Biden zu Entgegenkommen bei klimabedingten Schäden auf
Die deutsche Klimabeauftragte Jennifer Morgan hat US-Präsident Joe Biden anlässlich seines Besuchs bei der UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheich aufgerufen, den Entwicklungsländern auch Unterstützung bei der Bewältigung bereits eintretender Klimaschäden zuzusagen. Wenn Biden am Nachmittag bei der COP27 Vertretern der verletzlichsten Ländern entgegentrete, werde er "hoffentlich versichern, dass die Vereingten Staaten mit ihnen Seite an Seite stehen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen" und "sie zu unterstützen, wenn es um Schäden und Verluste geht", sagte Morgan am Freitag.
China bestätigt Teilnahme von Staatschef Xi am G20-Gipfel in Indonesien
China hat die Teilnahme von Staatschef Xi Jinping am G20-Gipfel in Indonesien bestätigt. Wie das chinesische Außenministerium am Freitag bestätigte, wird Xi von Montag bis Mittwoch kommender Woche an dem Gipfeltreffen auf der indonesischen Insel Bali teilnehmen. Anschließend wird er nach Thailand zum Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) weiterreisen.
Bund nimmt im kommenden Jahr deutlich mehr Schulden auf als geplant
Der Bund nimmt im kommenden Jahr deutlich mehr Schulden auf als von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geplant. Das beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages in der Nacht zum Freitag, wie Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP mitteilten. Demnach wird die Neuverschuldung von 138,9 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf 45,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 zwar deutlich gesenkt - Lindners Entwurf hatte mit 17,3 Milliarden Euro jedoch weniger als die Hälfte der Summe vorgesehen.
Baerbock erstmals auf Platz eins der "Politbarometer"-Beliebtheitsliste
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) legt in der Gunst der Bürgerinnen und Bürger weiter zu. In der am Freitag veröffentlichten Politiker-Top-Ten des ZDF-"Politbarometers" belegt Baerbock erstmals den ersten Platz. Auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf, mit der Politikerinnen und Politiker nach Sympathie und Leistung beurteilt werden, kommt die Ministerin auf den Wert 1,0.
Zahl der Schulanfänger auf höchsten Stand seit 17 Jahren gestiegen
So viele Kinder wie seit 17 Jahren nicht mehr sind in diesem Jahr in Deutschland eingeschult worden. 810.700 Erstklässlerinnen und Erstklässler begannen im laufenden Schuljahr 2022/2023 mit der Schule, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 40.000 oder 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr Kinder wurden zuletzt im Schuljahr 2005/2006 eingeschult: 822.300 waren es damals.
Preise für Lebensmittel und Energie bringen Inflation auf neuen Höchststand
Die hohen Preise für Energie und Lebensmittel haben die Inflationsrate im Oktober auf einen neuen Höchststand katapultiert. Die Teuerung betrug im vergangenen Monat 10,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit eine erste Schätzung von Ende Oktober bestätigte. Ohne Energie und Nahrungsmittel hätte die Inflation nur bei fünf Prozent gelegen.
Ifo: Soloselbständige und Kleinstfirmen haben "große Existenzsorgen"
Soloselbständige und kleine Unternehmen fürchten angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage zunehmend um ihre Existenz. Der separat für diese Gruppe erhobene Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts fiel im Oktober noch einmal deutlich auf minus 25 Punkte, nach minus 20,9 Punkten im September. Die konjunkturelle Abkühlung mache dieser Gruppe "besonders zu schaffen", teilte das Institut mit, "die Existenzsorgen nehmen merklich zu".
Amnesty unterstreicht Entschädigungs-Forderungen
Kurz vor dem Start der Fußball-WM hat Amnesty International die Forderungen nach einem Entschädigungsfonds für Arbeitsmigranten erneuert und scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino geübt. "Inmitten dieses wachsenden Aufschreis hat die wichtigste Stimme von allen auffallend geschwiegen: die von Gianni Infantino", schrieb die Amnesty-Generalsekretärin Agnes Callamard in der französischen Zeitung Le Monde.
Australien macht russische Hacker für Angriff auf Versicherung verantwortlich
Die australische Polizei hat russische Hacker für einen Cyberangriff auf eine große australische Krankenversicherung verantwortlich gemacht. "Wir glauben, dass die Verantwortlichen für die Straftat in Russland sind", sagte der Polizeisprecher Reece Kershaw am Freitag. "Unsere Informationen deuten auf eine lose miteinander verbundene Gruppe von Cyberkriminellen hin, die wahrscheinlich auch hinter anderen großen Angriffen auf der ganzen Welt stecken."
WM: Uruguay setzt auf Suarez und Cavani
Die Erfahrung von drei WM-Turnieren gepaart mit frischem Blut: Luis Suarez und Edinson Cavani sind bei der Endrunde in Katar einmal mehr die Aushängeschilder der uruguayischen Fußball-Nationalmannschaft. Zum ewigen Sturmduo gesellen sich aber 13 WM-Debütanten wie die Offensivtalente Federico Valverde (Real Madrid) und Darwin Nunez (FC Liverpool).
Ukraine erobert nach eigenen Angaben mehr als 40 Ortschaften im Süden zurück
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehr als 40 Städte und Dörfer im Süden des Landes von Russland zurückerobert. 41 Siedlungen seien von den russischen Besatzern "befreit" worden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstagabend in seiner täglichen Videoansprache. Russland begann unterdessen mit dem Rückzug seiner Truppen aus der südukrainischen Stadt Cherson.
Mehrere hochrangige Twitter-Mitarbeiter verlassen das Unternehmen
Rund zwei Wochen nach der Übernahme des Kurzmitteilungsdiensts Twitter durch Tech-Milliardär Elon Musk haben mehrere hochrangige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Sicherheitschefin Lea Kissner und der für Datenschutz zuständige Damien Kieran gaben am Donnerstag (Ortszeit) ihren Abschied vom Unternehmen bekannt. US-Medien berichteten zudem, weitere Manager hätten Twitter verlassen.
Matthäus traut Deutschland den Titel zu
Der frühere Weltfußballer Lothar Matthäus traut der deutschen Nationalmannschaft den fünften Weltmeistertitel zu. "Der Kader ist super zusammengestellt, weltmeisterlich, titelverdächtig", sagte der Rekordnationalspieler bei RTL/ntv: "Wir gehören mit diesem Kader zum Favoritenkreis."
Vollmer hat Super-Bowl-Saison "einfach durchgespielt"
Der ehemalige Footballprofi und zweifache Super-Bowl-Sieger Sebastian Vollmer hat für seinen Erfolg in der NFL trotz vieler, schwerer Verletzungen nicht pausiert. "Ich hätte in dieser Saison oft operiert werden sollen, habe aber einfach durchgespielt", erinnert sich der Deutsche an die Spielzeit 2014, als er erstmals mit den New England Patriots im Endspiel triumphierte.
Bayerns Ministerpräsident Söder will Bürgergeld im Bundesrat blockieren
Nach der Bundestagsentscheidung für das neue Bürgergeld hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit einer Blockade im Bundesrat gedroht. "Das Bürgergeld ist im Bundesrat so nicht zustimmungsfähig", sagte der CSU-Vorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben).
Bundesgerichtshof entscheidet über Altlasten auf Münchner Grundstück
Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet am Freitag (09.00 Uhr) in Karlsruhe über Altlasten auf einem Grundstück in München. Ein Immobilienkonzern wollte die dort errichteten Wohnungen verkaufen, plante eine Tiefgarage und fand im Boden eine schadstoffbelastete aufgefüllte Kiesgrube. Die Wohnungen wurden nach einigen Maßnahmen trotzdem verkauft, die neuen Eigentümer klagten. (Az. V ZR 213/21)
Baerbock empfängt litauischen Außenminister Landsbergis in Berlin
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) empfängt am Freitag ihren litauischen Kollegen Gabrielius Landsbergis in Berlin. Im Zentrum der Gespräche steht nach Angaben des Auswärtigen Amts die bilaterale und europapolitische Zusammenarbeit, insbesondere mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Gegen 12.10 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.
Jecken und Narren starten mit Alaaf und Helau in neue Karnevalssession
19Pünktlich um 11.11 Uhr hält am Freitag in den rheinischen Karnevalshochburgen die fünfte Jahreszeit Einzug: Mit Alaaf und Helau starten tausende Jecken und Narren unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz in die neue Karnevalssession, die mit dem Aschermittwoch am 22. Februar 2023 endet.
US-Präsident Biden hält Rede bei UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheich
US-Präsident Joe Biden reist am Freitag zur UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheich. In einer Rede vor dem Konferenzplenum will der US-Demokrat seinen klimapolitischen Kurs darlegen. Sein Land steht unter Druck, als größte Volkswirtschaft und zweitgrößter Treibhausgas-Emittent der Welt mehr Klimahilfen für Entwicklungsländer bereitzustellen. Außerdem werden die USA dafür kritisiert, die Einrichtung eines Finanzierungsmechanismus für bereits bestehende Klimaschäden bei den UN-Verhandlungen zu blockieren.
EU-Staaten und Europaparlament suchen Kompromiss zu Haushalt 2023
Die EU-Staaten und das Europaparlament suchen ab Freitag einen Kompromiss über den Unions-Haushalt für das kommende Jahr (ab 11.00 Uhr). Die EU-Kommission hatte im Juli ein Budget von rund 186 Milliarden Euro vorgeschlagen. Mehr als die Hälfte der Mittel sind für die Landwirtschaft und die Regionalförderung vorgesehen.
Bundestag stimmt über Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke ab
Der Bundestag stimmt am Freitag (09.00 Uhr) über die geplante Laufzeitverlängerung für die verbliebenen drei deutschen Atomkraftwerke ab. Sie sollen wegen der Energiekrise nicht nur bis zum Jahreswechsel, sondern noch bis Mitte April laufen. Diese Lösung hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach langem Koalitionsstreit verfügt.
DFB-Frauen feiern Prestigeerfolg beim Weltmeister USA
Die deutschen Fußballerinnen haben in den USA einen langersehnten Prestigeerfolg gegen den Weltmeister gefeiert. Durch das mitreißende 2:1 (0:0) im ersten von zwei Testspielen gegen die Gastgeberinnen beendeten die Vize-Europameisterinnen eine 19 Jahre lange Durststrecke gegen die US-Girls, die zudem nach 71 Partien wieder eine Heim-Niederlage kassierten.
Bundesregierung baut Netz öffentlicher Trinkwasserbrunnen aus
Die Menschen in Deutschland sollen künftig besser über öffentliche Brunnen mit Trinkwasser versorgt werden. Mit einer vom Bundestag in der Nacht zu Freitag beschlossenen Gesetzesänderung setzt die Bundesregierung die EU-Trinkwasser-Richtlinie um, welche die Mitgliedstaaten verpflichtet, Bürgern im öffentlichen Raum Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu ermöglichen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass auf Grundlage des Gesetzes etwa 15.000 öffentliche Trinkwasser-Brunnen neu errichtet werden - zu Gesamtkosten von etwa 15 Millionen Euro.
Pflegekinder müssen eigenes Einkommen nicht mehr teilweise ans Jugendamt abgeben
Junge Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe müssen künftig ihre Einkünfte nicht mehr teilweise an das Jugendamt abgeben. Der Bundestag beschloss in der Nacht zum Freitag, die sogenannte Kostenheranziehung abzuschaffen. Die Betroffenen können damit vollständig über ihre Einkünfte verfügen.